DER PREIS UND DIE VERLEGUNG VON PORFIDO

 

Gebrochenen Porfido in kleinen Platten kann man im Einzelhandel schon ab 10€ pro Quadratmeter finden. Der Preis steigt proportional zu der Größe der Platten – desto größer die Platten, desto höher der Preis. Für Platten mit größerer Diagonallänge zahlt man sogar über 30 € pro Quadratmeter und für extra-große Formate nach Bestellung sogar mehr.

Der Preis für die Verlegung des Bruchsteins liegt zwischen 15 € pro Quadratmeter, für größere Oberflächen bis zu ca. 25 € pro Quadratmeter für Höfe in üblichen Größen. Der Preis für Verlegungen pro Längenmeter, bei Treppen, Mauerabdeckungen u.Ä. ist der Gleiche wie der Preis pro Quadratmeter.

Porfido ist ein sehr harter und fester Stein und deshalb ist die Verarbeitung sehr teuer, aber der natürlich gebrochene Stein wird nicht weiter verarbeitet, sondern nur sortiert und ist deshalb für die meisten Kunden erschwinglich. Abhängend von den Fähigkeiten und der Sorgfalt des Bodenverlegers kann man mit gebrochenem Porfido ein repräsentatives technisches und ästhetisches Resultat erreichen.

Geschnittener, gebrannter oder manuell oder maschinell gespaltener Stein ist wegen der Verarbeitungskosten teurer, aber sowohl der bearbeitete als auch der natürlich gespaltene Stein sind in gleichem Maße beständig.

 

Preisunterschiede bei auf den ersten Blick identischem Porfido….

 

Auf dem Markt wird, wegen unvollständiger oder fehlerhafter Deklarationen, Stein mit gleichem oder ähnlichem Handelsnamen zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Porfido Spaltstein von gleichen oder verschiedenen Lieferanten wird nach einigen wichtigen Eigenschaften, die dessen Preis bestimmen, unterschieden:

  1. Festigkeit
  2. Größe der Platten
  3. Sortierungsweise
  4. Berechnung des Gewichts pro Quadratmeter
  1. Der Preis des Steins hängt in hohem Maße von seiner Festigkeit ab, da auch die Gewinnung teurer ist. Härterer Porfido nimmt weniger Wasser auf, „klingt“ nicht, blättert sich nicht und ist viel beständiger. Ein einfacher Test der Festigkeit des Steins kann durchgeführt werden, indem man zwei Steine verschiedener Lieferanten, mit ähnlicher Dicke, Größe und Nuance gegeneinander schlägt bis einer bricht.
  1. Befinden sich auf der Palette mehrere große Platten, ist der Stein teurer. Beim Kauf des Steins im Großhandel in einem Steinbruch, ist die Diagonallänge der Platten ausschlaggebend, z. B.: bis zu 20 cm / bis zu 30 cm / bis zu 40 cm / bis zu 50 cm usw…. Da der Stein auf Paletten gestapelt wird und wir ihn nur seitlich sehen, scheint es, als handle es sich um das gleiche Material mit unterschiedlichem Preis.
  1. Desto sorgfältiger der Stein sortiert wird, desto mehr Reste entstehen im Steinbruch und deswegen ist der Preis auch höher. Wurde der Stein nicht sorgfältig sortiert, entsteht beim Endverbraucher beim Verlegen mehr Bruch und somit ist die Berechnung bezüglich des niedrigeren Preises fraglich, außer wenn wir aus den kleinen Stückchen eine Trockenmauer o.Ä. bauen möchten, da in diesem Falle die kleinen und schmalen Teile verwendet werden können. Der Preis hängt außerdem von der Nuancensortierung ab. Wenn der Kunde wünscht, dass auf der Palette überwiegend eine bestimmte Nuance vorhanden ist, steigt der Preis normalerweise um weitere 10%.
  1. Der Preis des Steins beim Kauf im Großhandel wird pro Tonne berechnet. Da vor Ort nicht präzise festgestellt werden kann, ob sich auf der Palette überwiegend etwa 5 cm oder 2 cm dicke Platten befinden, ist die Anzahl der Quadratmeter in einer Tonne approximativ.

Erfahrungsgemäß rechnen die Einzelhändler die ungefähre Größe mit verschiedenen Methoden in Quadratmeter pro Palette um, damit der Kunde eine bessere Vorstellung von den Kosten der Einrichtung des Hofs bekommen kann, und bestimmen deshalb den Preis des Steins pro Quadratmeter.

Die Berechnung des Gewichts des Steins unterscheidet sich von Lieferant zu Lieferant, unter anderem auch weil härterer Stein ein höheres spezifisches Gewicht hat, als weicherer Stein. Für 2-5 cm dicken Porfido gibt es in der Praxis Berechnungsbeispiele von 70 bis zu sogar 85 kg/m2.

Dies bedeutet, dass nach der Berechnung von 70kg/m2 aus einer Tonne Stein 14,25 m2 bekommen werden können. Berechnen wir für den gleichen 2 bis 5 cm dicken Stein 85 kg/m2, werden aus einer Tonne 11,75 m2 bekommen. Der Unterschied beträgt also etwa 20 %. Das heißt, dass Stein mit gleichem Handelsnamen, mit sehr ähnlichem oder sogar gleichem Aussehen bei manchen Einzelhändlern billiger ist – aber nur theoretisch, nicht praktisch.

Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass aus einer Tonne Stein mit einer durchschnittlichen Dicke von 2 bis 5 cm, ein erfahrener Bodenverleger von 12,5 bis 13 m2 Bodenfläche verlegen kann.

 

Verlegungsmethode…..

 

Porfido kann auf verschiedene Oberflächen verlegt werden: Auf Beton, oder auf alten/bereits vorhandenen Beton, auf elastischen Untergrund, Gabionen, vertikale Mauern, Flach- und Schrägdächer, Erde, Sand usw.

  1. Porfido-Verlegung auf Beton

In diesem Text wird die Verlegungstechnik für Höfe von Familienhäusern, auf durchschnittlich stabilem Untergrund beschrieben, wobei die Grabungstiefe von der Grundbeschaffenheit und der geplanten Belastung abhängt.

Grabungen und Vorbereitung des Untergrunds: Nachdem man die Höhe und das Gefälle der zu verlegenden Oberfläche definiert hat, kann man die Tiefe der Grabung für die Untergrundvorbereitung bestimmen. Die geplante Höhe der Terrasse, des Weges oder der Einfahrt, nennen wir NULL. Man misst etwa 25 cm von der Null nach unten (ca. 12 cm + 12 cm) und bis zu dieser Tiefe wird manuell oder maschinell gegraben.

Einen Teil der Erde wird entsorgt und ein Teil lockerer Erde wird in der Nähe der Arbeitsstelle aufbewahrt, um sie später eventuell zur Nivellierung des Untergrunds, des Rasens – der gepflasterten Oberfläche – zu verwenden. Bei den Grabungen muss beachtet werden, dass nicht tiefer als 25 cm gegraben wird, bzw. dass die Erde nicht aufgelockert wird, sondern fest und kompakt bleibt.

Die Oberfläche der Grabung sollte glatt sein und dem Gefälle der geplanten gepflasterten Oberfläche folgen und am niedrigsten Teil sollte, wegen des Wassers, das seitlich unter die gepflasterte Oberfläche gelangen könnte, ein Drainageort vorgesehen werden. Es kann auch ein Drainagebrunnen gesetzt werden, aber außerhalb der gepflasterten Oberfläche, oder mit Drainagerohre gelegt werden, die das Wasser, das unter die gepflasterte Oberfläche gelangt, zu einer Sammelstelle führen oder auf dem Gelände verteilen. Die Größe des Drainagebrunnens und der Drainagerohre hängen von der Größe der gepflasterten Oberfläche ab.

Über die Grabung sollte ein 300 g Geotextil verlegt werden, mit einer Überlappung von minimal 20 cm. Dieses dient dazu, dass im Falle der Untergrundstauchung der Stein nicht in die Erde versinkt und dass die Erde nicht nach oben gelangt und sich mit dem aufgeschütteten Bruchschotter vermischt. Das Geotextil wirkt wie eine Art Sack.

Auf das Geotextil wird lokal Steinschüttmaterial, meistens Bruchschotter oder separierter Kies in einer Schicht von etwa 15 cm, gemessen vor dem Stampfen, aufgeschüttet. Nach dem Aufschütten wird die Oberfläche mit einem manuellen oder motorisierten Stampfgerät bis zu etwa 12 cm gestampft.

Da Sand, im Gegensatz zu Bruchschotter oder separiertem Kies Feuchtigkeit aufnimmt, ist er, genau wie andere Zuschlagstoffe, die feine Partikel unter 2 mm Größe enthalten, nicht für Drainageuntergründe angebracht.

Verlegung von Porfido Man rührt manuell oder maschinell Trockenbeton im Verhältnis 3:1, aus drei Schaufeln Sand von 0 bis 4 mm und einer Schaufel Zement ohne Wasser an und schüttet eine 5 cm dicke Schicht auf, gemessen nachdem der Beton gestampft wurde. Über diese Schicht Trockenbeton wird ein 4-6 mm Bewehrungsnetz, mit Maschenweite bis zu 15-20 cm, mit minimaler Netzüberlappung von 30 cm verlegt.

Danach wird das gleiche Material im Verhältnis 3:1 angerührt, wobei diesmal Wasser und ein Verzögerer, der für ein fachgerechtes Verlegen unentbehrlich ist, hinzugefügt werden, da das Verlegen langsam geht und Beton ohne Zusatzmittel nicht lange genug bindet. Das Verlegungsmaterial sollte so dickflüssig sein, dass es, wenn man es mit einem Maurerlöffel gegen eine Wand schleudert, an der vertikalen Fläche kleben bleibt.

Auf das Bewehrungsnetz wird aus einem Schubkarren angerührter Beton gegossen und mit einem Löffel auf die gewünschte Dicke verteilt. Dann wählt man die glattere Seite der Platte, wendet diese nach oben und legt sie mit der anderen Seite in den Beton. Wenn man sichergestellt hat, dass sich die Platte auf der gewünschten Höhe befindet und das gewünschte Gefälle hat, hebt man sie wieder aus dem Beton und die Stelle wird mit Zementleim (Zement, Wasser und ein Zusatzmittel für besseres Binden, da Porfido sehr hart ist und deshalb sehr schwierig haftet) begossen. Danach wird die Platte wieder an die gleiche Stelle gelegt und mit einer Abziehleiste mit der Führung angeglichen.

Es werden Platten mit miteinander übereinstimmenden Ecken verlegt und die Lücken werden sofort oder etwas später mit kleineren Steinstücken gefüllt. Es ist sehr schwer den Stein mit Hammerschlägen an der gewünschten Stelle zu brechen und deshalb werden wir mit dieser Methode ziemlich viel Bruch haben. Sollte man beim Verlegen Steine bestimmter Formen benötigen, kann man die Platten von der unteren Seite mit einer Trennscheibe für Beton oder Stein bis zur Hälfte der Dicke des Steins anschneiden. Nachdem man die gewünschte Form angeschnitten hat, schlägt man mit einem Hammer auf den Teil der Platte, der nicht benötigt wird, und die Platte wird auf der angeschnittenen Linie brechen. Von oben wird die Schnittspur aber nicht zu sehen sein, sondern nur ein grober Bruch.

Da sich auf der Steinoberfläche nach der Gewinnung im Steinbruch Staub und Sand befinden können, muss die Oberfläche der Porfido-Platten vor dem Verlegen in den Beton gewaschen werden. Ansonsten würde der Beton am Sandstaub, anstatt am Stein selbst, haften.

Unabhängig davon, ob bei hohen oder niedrigeren Temperaturen gearbeitet wird, muss der frisch verlegte Bereich mit einer Folie bedeckt werden und am Ende der Arbeitszeit ausgiebig mit Wasser begossen werden und danach erneut mit der Folie bedeckt werden.

Der Zement lässt beim Erstarren seine Temperatur ansteigen und unterstützt so die Wasserverdampfung. Der Wasserdampf wird auf der Folie wieder zu Wassertropfen und bewässert wieder den frischen Beton. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Beton austrocknet, da frischer Beton beim Erhärten etwa einen Tag nass und einige Tage noch feucht sein muss, was wegen der Arbeitsgeschwindigkeit häufig nicht der Fall ist. Wegen des schlechten Verständnisses des Erhärtungsprozesses des Betons, bemerkt man oft Risse und ein Bröseln des Betons. Kümmert man sich in gleichen Maße um den Untergrund, den Stein und den Beton, wird man sich über ein jahrzehntelang beständiges Pflaster erfreuen können.

Für die Höhe und das Gefälle ist es sehr wichtig vor dem Verlegen der Steine mehrere Führungskordeln kreuz und quer über die gepflasterte Oberfläche zu verlegen, die man mit Hilfe einer Abziehleiste für die Kontrolle der Höhe und der Richtung des Gefälles verwendet. Abhängend von der Situation können die Führungen Randsteine, Tür- oder Balkonschwellen, seitlich befestigte Aluminiumleisten oder sogenannte „Faschen“ sein – gerade und etwas größere Porfido-Platten auf etwa ein bis zwei Meter Entfernung, die mit gekreuzten Kordeln (mittig über den Platten) schon mit der gewünschten Höhe und dem benötigten Gefälle in den Beton gelegt wurde. Die Abziehleiste wird längst der Führungen geführt und auf diese Weise werden die Höhe und das Gefälle der verlegten Platten kontrolliert.

Vor dem Verlegen der Seine müssen also mit vier oder mehr gekreuzten Kordeln die Punkte der gewünschten Höhe der gepflasterten Oberfläche verbunden werden und die Platten müssen bis zur Höhe dieser Kordeln verlegt werden.

 

Verfugen der Steine……

 

Das Verfugen hängt von der Art des Projekts, den Wünschen des Kunden und der Erfahrung des Bodenverlegers ab.

Häufig wird ein einkomponentiger wasserdurchlässiger Epoxidharz-Fugenmörtel, der schon angerührt und anwendungsbereit in Vakuumfolie verpackt ist, mit einem Besen oder einer Bürste auf der gepflasterten Oberfläche verteilt wird und der sich nach ein bis zwei Tagen in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit fest wird, verwendet. Ingenieure empfehlen oft fertigen Fugenmörtel, der mit Wasser oder einer anderen Komponente vermischt wird und ebenfalls mit einem Besen oder einer Bürste zwischen den Steinen verteilt wird.

Erfahrungsgemäß kann man sagen, dass sich der Kunde für die Farbe und die Pflege der Fuge interessiert, bzw. ob die Fuge leicht mit einem Besen zu reinigen ist und sich mit der Zeit kein Schmutz in ihr ansammelt.

Viele Bodenverleger folgen gerne den Trends und den Neuigkeiten in der Bauchemie. Da aber die für eine bestimmte Arbeit benötigte Zeit eng mit den Kosten, die schon im Voraus, bei der Vereinbarung des Auftrags, festgelegt werden, verbunden sind, ist es verständlich, dass die Bodenverleger nicht unbedingt mit zahlreichen Produkten unterschiedlicher Hersteller herumexperimentieren möchten. Die Bodenverleger sorgen sich in erster Linie um die Verfugungstechnik, da das Verfugen des Pflasters eine anspruchsvolle Arbeit ist, die viel Zeit in Anspruch nimmt, und sie Fugenschäden – und spätere Reklamationen – so gut wie möglich verhindern möchten, verwenden sie am liebsten einfache, erwiesene Methoden, und zwar in erster Linie Fugenmörtel mit Zementbasis.

Die richtige Wahl des Fugenmörtels ist direkt mit der Art des Untergrunds, auf dem der Stein verlegt wird, verbunden. Ist der Untergrund elastisch und wasserdurchlässig muss auch die Fuge elastisch und wasserdurchlässig sein. Wird auf einen wasserundurchlässigen Untergrund, in der Regel Beton, eine wasserdurchlässige Fuge eingebaut, wird das Wasser durch die Fuge bis zum Beton fließen und sich dort ansammeln und im Winter bei Gefriertemperaturen einen großen Schaden anrichten.

Die Steinoberfläche wird nach dem Verfugen mit Fugenmörtel mit Zementbasis eine Zeit lang einen feinen weißlichen Film aufweisen. Ein ähnliches Resultat erhält man auch nach dem Verfugen mit Fugenmörtel mit Epoxidharzbasis, wobei kein weißer Film zu sehen sein wird, sondern die Steinoberfläche fettig aussehen wird. Beides wird mit der Zeit verschwinden.

Um beim Verfugen und danach die Verschmutzung der Steine zu minimieren, wird vor dem Verfugen auf die Steinoberfläche ein Imprägnierungsmittel aufgetragen. Das Imprägnierungsmittel sollte effektfrei sein, da so das Aussehen des Steins nicht bedeutend verändert wird. Imprägnierter Stein wird beim Verfugen weniger Schmutz aufnehmen und dieser wird nach dem Verfugen einfach abgewaschen oder weggekehrt.

 

Was für Stein ist Porfido?……

 

Er ist eine der härtesten Granit-Unterarten. Er entstand mit der Kristallisierung (intermediärer) Lava. Er ist härter und fester als die meisten im Handel verfügbaren Granit-Unterarten.

 

Farben des Porfido….

 

Porfido wird nach seinen Nuancen klassifiziert und zwar meistens auf: Viola / Grigio / Red-Braun.

 

Herkunft des Steins Porfido….

 

Steinbrüche in Norditalien und rund um die Welt.

 

Verschleißfestigkeit………

 

Wegen der hohen Druck- und Biegefestigkeit ist Porfido eins der besten Materialien für Bodenbeläge und bleibt beständig bei Frost und unter Einfluss von normalem und auch Meeressalz.

 

Autor: Mirko Stijaković

Alle Rechte vorbehalten © Mirko Stijaković